Chor & Band
30 Jahre Young Hope - Eine Zeitreise
Damals, vor 30 Jahren, ging ein unruhiges Raunen durch die Reihen der Kirchenbesucher. Einige Jugendliche hatten nach einem Zeltlager zusammen gefunden und bisher klassische Stücke der Kirchenmusik in eine neue, mitreißend moderne musikalische Form gepackt. Der Chor, der soviel Begeisterung auslöste und Widersacher erboste, nannte sich Young Hope. Die junge Hoffnung erwies sich als wegweisend und ist im Verlauf einer Generation herangewachsen, ist "erwachsen" geworden - musikalische Vielfalt, hohe Professionalität, karitatives Engagement und allwöchentliche Auftritte sind die Zeugen.
Mittlerweile sind einige Kinder in die Fußstapfen ehemaliger Chormitglieder getreten, die gute Altersmischung von 15 bis 40 Jahre sorgt für frischen Wind. Das Repertoire der ca. 65 Sängerinnen u. Sänger und Instrumentalisten kann sich sehen lassen. Nach wie vor stehen die neuen geistlichen Lieder und Gospels im Mittelpunkt, doch auch Pop-Songs, Oldies, Soul und Musicalstücke haben einen nicht mehr weg zu denkenden Platz eingenommen, und die Band, bestehend aus Keyboards, E-Gitarre und Akustik-Gitarre, Schlagzeug und der Bläsersection sorgt für den richtigen Sound.
Die unzähligen Auftritte bei Messen und Gottesdiensten, Konzerten, Reisen und gemeinsame Aktivitäten haben den Chor zusammengeschweißt. Nebenbei veranstaltet Young Hope zweimal im Jahr Großveranstaltungen in der Siegparkhalle in Eitorf. Seit 15 Jahren findet am letzten Aprilsamstag eine Riesenparty statt, die sich seit zwei Jahren "Music For All" nennt, und seit 1996 ist Young Hope Mitinitiator der "Ramba Zamba Karnevalsparty". Wenn es irgendwo "brennt", stampft der Chor auch mal eben ein Benefizkonzert aus dem Boden, beispielsweise im letzen Jahr nach dem Hochwasser oder dem Brand der evangelischen Kirche in Eitorf. Generell ist der Anteil der karitativen Auftritte sehr hoch.
Die Zugehörigkeit zum Chor ist ein freizeitfüllendes Abenteuer, denn irgendwo ist immer was los, außerdem haben sich viele private Kontakte ergeben. Im Vordergrund bleibt allerdings immer die Freude, gemeinsam zu singen und aufzutreten.
Ein angenehmer Nebeneffekt des Bekanntheitsgrades, bringt schöne Reisen in die weite Welt und überschneidende Termine mit dem Papst mit sich. Bei einem Open Air Papstgottesdienst im Butzweiler Hof in Köln sang Young Hope vor 250.000 Zuschauern. 1984 ging es nach Rom zum 1. Weltjugendtreffen. Als Höhepunkt ihrer Laufbahn verschaffte ihnen ein kleiner Auftritt in der Sportschule in Hennef die Eintrittskarte zu den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta. Als Kulturbotschafter des Sportbundes NRW wohnten sie 18 Tage lang auf dem Campus der Universität und gaben dort Konzerte u.a. mit den Bläck Fööss. In allen großen deutschen Städten sind sie bereits auf den Katholikentagen aufgetreten. Auch 2005 könnte es wieder "Termin bei dem Papst heißen, denn die Bewerbung für den Weltjugendtag in Köln anlässlich eines erneuten Papstbesuches läuft. Bis heute sind eine LP, eine MC und drei CD's heraus gegeben worden, darunter sind sowohl Livemitschnitte, als auch Studioaufnahmen.
(Quelle: StadtMagazin, Ausgabe 5 - Juni 2003)
